Linuxwochen Eisenstadt 2026 Termin

Seit über 20 Jahren trifft sich Ende April die Eisenstädter Informatiker-, IT- und Open Source-Community zu Vorträgen, News und Diskussionen rund um „Freie Software für alle“ und mehr.

Die nächsten Eisenstädter Linuxwochen finden am 18. + 19. April 2026 wieder in Präsenz statt, können aber auch online miterlebt werden. Die Veranstaltung wird gemeinsam mit der PyCon 2026 stattfinden. Am 19. April wird es gleichzeitig mit der PyCon einen Track der Linuxwochen geben. Am 20. April wird dann der zweite Tag der PyCon stattfinden.

Die Linuxwochen Eisenstadt 2026 finden heuer wieder offline sowie online statt. Gemeinsam mit den Linuxwochen findet die PyCon 2026 statt. Die Vorträge der Linuxwochen waren am Samstag, den 18. April zu sehen sein, jene der PyCon am 19. und 20. April.

Das Programm der PyCon-Tage kann hier angesehen werden.

Hier das vorläufige Programm:

Samstag, 18. April 2026

Zeit Vortrag
0950 Uhr Begrüßung
1000 Uhr Cloud-Automatisierung mit Opensource-Tools
Peter Buzanits
Ohne Automatisierung ist Computing heutzutage undenkbar geworden. Dafür werden aber keine teuren, proprietären Tools benötigt. Anhand einer Openstack-Cloud wird gezeigt, wie in kurzer Zeit ein Setup mit zwei VMs, auf dem Wordpress laufen soll, voll automatisiert aufgesetzt werden kann.
1100 Uhr Ein Raspberry Pi: Nice, Hunderte davon: Crazy – Wie man mit Raspberry Pis (kein) Geld verdient
Franz Knipp
Viele haben einen Raspberry Pi zum Experimentieren oder für kleinere Anwendungen zu Hause, was für die Umsetzung ein informatisches Interesse und Grundverständnis wie auch die Bereitschaft zum Basteln erfordert. Andererseits ist der Minicomputer eine mehr als ausreichende Hardware, um damit viele Anwendungen umzusetzen, wo diese Bedingungen aber nicht gegeben sind. Franz Knipp betreut eine Flotte von mehreren 100 Geräten, die in ganz Österreich im Einsatz sind, ohne dass er Einsatzorte je selbst gesehen hat. Im Rahmen des Vortrags geht auf die Erfahrungen ein, die er in mehreren Jahren gesammelt hat, beschreibt die Möglichkeiten der Aktualisierung aus der Ferne und die Bereitstellung für die Endkunden als Plug&Play-Geräte.
1200 Uhr Mittagspause
Mahlzeit!
1315 Uhr Software-Entwicklung mit AI-Unterstützung?
Ralf Schlatterbeck
AI ist ja in aller Munde. Als professioneller SW-Entwickler fragt man sich ja ob AI-Unterstützung wirklich eine Unterstützung sein kann.

Der Vortragende hat in letzter Zeit einige Experimente mit Aider gemacht. Aider ist ein Werkzeug das in Python geschrieben ist und diverse APIs von verschiedenen AIs nutzen kann. Er hat hauptsächlich Claude mit dem nativen Interface von Anthropics verwendet, man kann aber z.B. auch über OpenRouter unterschiedliche Hersteller einbinden.
1415 Uhr Erfolgreich mit Agenten – Am Beispiel von Agent-Zero ein Open-Source Agent auf deinem Computer
Harald Pichler
Künstliche Intelligenz verändert die Art, wie wir mit Computern arbeiten. Doch müssen wir dafür zwingend auf Cloud-Dienste und proprietäre Lösungen zurückgreifen? Dieser Vortrag zeigt, dass es auch anders geht.
Agent Zero ist ein vollständig lokaler, open-source AI-Agent, der direkt auf deinem Computer läuft.
1515 Uhr Pause
1530 Uhr NetFlow – ein wenig beachtetes Tool zur passiven Netzwerkanalyse
Goesta Smekal
Was ist eigentlich in meinem Netzwerk los? Wer spricht mit wem, über welche Protokolle und wie viel? Und wer sollte da eigentlich nicht sprechen?

Fragen, die mit den meisten Monitoring-Tools schwer zu beantworten sind. NetFlow sammelt permanent Informationen über die Kommunikation in IP-Netzwerken und mit mehr oder weniger einfachen Werkzeugen lassen sich daraus Schlüsse ziehen.

In meinem Vortrag stelle ich die Hintergründe vor, zeige an einem Beispiel den praktischen Nutzen solcher Analysen und gehe dabei auf die verwendeten Tools und Methoden ein.
1630 Uhr Historische Rechenmaschinen
Robert Matzinger
Der Vortragende zeigt wieder einige seiner historischen mechanischen Rechenmaschinen. Wieder kann man die selbst ausprobieren.
1730 Uhr Abschluss-Party
Die Abschlussparty der Linuxwochen Eisenstadt ist gleichzeitig die Opening Party der PyCon, die am nächsten Tag beginnt.

Die Linuxwochen Eisenstadt 2025 fanden heuer wieder offline sowie online statt. Gemeinsam mit den Linuxwochen fand die PyCon 2025 stattfinden. Die Vorträge der Linuxwochen waren am Samstag, den 5. April zu sehen sein, jene der PyCon am 6. und 7. April.

Das Programm der PyCon-Tage kann hier angesehen werden.

Hier das Programm zum Nachlesen:

Samstag, 5. April 2025

Zeit Vortrag
0950 Uhr Begrüßung
1000 Uhr Neues aus dem Fediverse
Peter Buzanits
Der Vortragende hat bereits vor 3 Jahren das Fediverse vorgestellt. Eine Vernetzung unterschiedlicher freier Social Media Plattformen, die von der Community betrieben werden und nicht von Konzernen oder Milliardären. Schon damals erkannten viele die Probleme der proprietären Plattformen, obwohl X noch Twitter hieß und Facebook noch fact checking betrieben hat. Inzwischen ist den meisten Menschen klar, dass die Macht von X & Co. gefährlich ist und dass Alternativen gefragt sind. Was hat sich in den letzten 3 Jahren da getan?
Vortragsfolien
1100 Uhr DMARC, DKIM, SPF, DANE, TLS, SMTP, OMG & WTF!
Rene Pfeiffer
E-Mail ist der letzte frei verfügbare und herstellerunabhängige Standard für die Übermittlung und den Empfang von Nachrichten. Noch dazu ist E-Mail ein dezentrales System. Das klingt gut, aber die Geschichte von E-Mail bringe eine ganze Reihe von Protokollen mit sich. Wer eigene E-Mail-Server betreibt muss mittlerweile eine ganze Reihe von Funktionalitäten unterstützen. Verschlüsselung ist spätestens seit den Snowden Leaks ein Standard geworden. Schwieriger wird es bei den Bewertungssystemen, die Spamfilter einsetzen. Man muss den Ursprung der E-Mails publizieren, kann diese digital signieren und muss sich um den Ruf der eigenen IP Adressen kümmern. Dieser Vortrag wird eine Checkliste vorstellen, die man bei Betreiben eines eigenen E-Mail-Servers verwenden kann.
1200 Uhr Mittagspause
Mahlzeit!
1330 Uhr Führung durch das „Rechenmaschinenmuseum“
Robert Matzinger
Robert Matzinger zeigt Interessierten seine Sammlung an historischen mechanischen Rechnenmaschinen
1400 Uhr SNMP – Simpel? Nur Mut Paula!
Goesta Smekal
Das Simple Network Management Protocol wurde in den 1980ern spezifiziert. Das Security-Modell war lange Zeit entsprechend „simpel“, die Spezifikation ist es aus heutiger Sicht, nicht. Ein eigenes Vokabular, Definitionen in ASN.1 und obskure Dinge wie OIDs und MIBs legen die Eintrittsschwelle durchaus hoch. Hat man diese Barriere einmal überwunden, ist SNMP ein praktisches Werkzeug im Monitoring von IT und mit etwas Kreativität auch nicht-IT Systemen.
Vortragsfolien
1500 Uhr Teaching Blockchain
Robert Matzinger
Ein Lehr-Labor in der Cloud für Blockchains und Smart Contract-Programmierung

Für eine anspruchsvolle Lehrveranstaltung über Blockchains und Smart-Contract-Programmierung werden Methoden des Cloud-Vlizedlab mit subtil installierter Blockchain-Technologie (auf Ethereum-Basis) kombiniert.

Damit zeigen wir im Unterricht (und beim Vortrag) live die Installation und den Start einer eigenen Blockchain, den Betrieb eigener Nodes und eigener Buchungen direkt auf der Chain und vieles mehr. Wir können die ersten Blöcke, das Anlaufen des Mining und die Interaktion zwischen den beteiligten Nodes live mitverfolgen. Und wir zeigen (und lehren) die Programmierung und den Betrieb diverser Smart Contracts auf der labor-internen Blockchain.

All die dafür erforderliche Infrastruktur wird mit dem Vlizedlab per Script in der Cloud erzeugt und erlaubt eine ideale Betreuung der Studierenden direkt auf deren Arbeits-Bildschirmen während des Unterrichts. Bei diesem Vortrag demonstrieren wir live das Erzeugen des Labors, das Anlaufen der Blockchain und sonst noch die wichtigsten Schritte zur Smart Contract-Programmierung.

Damit eignet sich der Vortrag auch gut als Crashkurs in Sachen Blockchain. Auch wenn ein paar Vorkenntisse nützlich sind.

P.S.: Und natürlich ist sämtliche verwendete Software Open Source!
1600 Uhr Pause
1615 Uhr Experimente mit automatischer Musik-Komposition
Ralf Schlatterbeck
Seit langer Zeit wird in der Ausbildung von Komponisten ein Regelwerk verwendet das definiert, wie ein Kontrapunkt aufgebaut ist. Diese Regeln sind so eindeutig dass man sie mit einem Computer checken kann. Es ergibt sich ein Constraint-Satisfaction Problem [1]. Zusammen mit meiner Tochter (sie studiert Musik und hatte die ursprüngliche Idee) ist ein Experiment entstanden, automatisch einen zweistimmigen Kontrapunkt zu komponieren.

Der Vortrag gibt eine Kurzeinführung in die freie Musik-Notation ABC und geht dann auf Methoden ein, einen gültigen Kontrapunkt zu finden. Derzeit kann das mit evolutionären Algorithmen oder mit einer Tiefensuche (Depth-First search) erfolgen. Die Ausgabe ist in ABC Notation, diese kann dann in MIDI umgewandelt werden oder auch in Notenschrift als PDF ausgegeben werden.

Im Rahmen des Vortrags werden auch ein paar erzeugte Beispiele zu hören sein.
1800 Uhr Abschluss-Party
Die Abschlussparty der Linuxwochen Eisenstadt ist gleichzeitig die Opening Party der PyCon, die am nächsten Tag beginnt.

Ihr habt es sicher bemerkt: Es war ein Aprilscherz! Hier ist er noch zum Nachlesen:

Klimaschutz wird bei den Linuxwochen in Eisenstadt heuer groß geschrieben. Deshalb wird die Veranstaltung ohne Stromverbrauch stattfinden. Durch die Glaswände im Hörsaal wird ohnehin kein Licht gebraucht. Vortragende müssen allerdings ohne Laptop und Beamer auskommen. Im Hörsaal befindet sich noch eine Kreidetafel, die benutzt werden kann.

Auch Besucher dürfen keine Laptops mitbringen und sind angehalten, Notizblöcke und Kugelschreiber mitzubringen. Für alle, die während der Veranstaltung etwas ausrechnen müssen, stellt Prof. Robert Matzinger seine mechanischen Rechenmaschinen zur Verfügung.

Statt der üblichen Übertragung der Veranstaltung ins Internet wird eine pensionierte Parlaments-Stenotypistin die Vorträge mitschreiben und im Anschluss mit einer mechanischen Schreibmaschine zu Papier bringen. Dieses Protokoll kann in den kommenden Wochen in der Hochschule in der Bibliothek eingesehen werden.

Eisenstadt, am 1. April 2025

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